Enforce tac schließen – Gegen die Kriegsmesse in Nürnberg! Ungehorsam jetzt! Zusammen kämpfen gegen Waffenhandel, Aufrüstung und Krieg!
27. Januar 2026Demo || 21.02.2026 || 14:00 Uhr || Gostenhofer Hauptstraße / Am Plärrer || Nürnberg
Vom 23. – 25. Februar 2026 soll im Nürnberger Messezentrum erneut die als Sicherheitsmesse verharmloste Waffenmesse Enforce Tac stattfinden. Die wachsende Bedeutung der Enforce Tac als die größte Messe ihrer Art in der BRD, unterstreicht der neu gewonnene Schirmherr für das militaristische Verkaufsspektakel – Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU). Der ehemalige Black Rock Manager übernimmt persönlich, macht sein Amt zum werbeträchtigen Aushängeschild und wird bei der Enforce Tac Galionsfigur der Rüstungsproduzenten und Waffenhändler. Dem wollen wir uns in Nürnberg, der selbsternannten Stadt der Menschenrechte, entschieden entgegenstellen.
Was ist die Enforce Tac?
Die Enforce Tac findet seit 2011 in Nürnberg statt. Spätestens seitdem die deutsche Bundesregierung die „Zeitenwende“ ausgerufen hat, wurde die Waffenmesse zu einer zentralen internationalen Aufrüstungsplattform in der BRD. Nicht nur deutsche Konzerne wie Rheinmetall, Heckler und Koch, der lokale Rüstungskonzern Diehl oder das israelische Unternehmen Elbit Systems sind vor Ort vertreten, sondern ebenso Vertreter*innen verschiedener internationaler Behörden, wie Polizeien, Militärs und der NATO-Staaten. Insgesamt kommen rund 1000 Aussteller der Kriegswirtschaft, die ihr Waffenarsenal zur Schau stellen, um ihre blutigen Kriegsprofite zu realisieren. Waffen und Technologien dieser Rüstungskonzerne waren und sind in zahlreichen Kriegsgebieten der Welt für unvorstellbare Zerstörung, Elend und hunderttausende Tote verantwortlich, so zum Beispiel in Syrien, dem Sudan, der Ukraine und Palästina.
Welche Konzerne sind beteiligt? – Ein Schlaglicht
Während mit Würth, Kärcher, Schaeffler, Carl Zeiss und dem Club-Sponsor Saab Konzerne ausstellen, die man nicht sofort mit der Produktion für militärische Zwecke assoziiert, sind natürlich auch die großen Namen der Aufrüstung vertreten. Darunter Rheinmetall – ein deutscher Konzern, der derzeit wie kein anderer erneut von der deutschen Kriegsvorbereitung profitiert und schon zentraler Akteur beider Weltkriege war. Des weiteren der lokale Rüstungshersteller Diehl, der bereits im deutschen Faschismus mit Zwangsarbeit und Weltkrieg seine Gewinne machte und sein Kapital unbeschadet und unbehelligt in die BRD hinüber rettete. Diehl unterhielt genauso wie Rheinmetall ein eigenes Konzentrationsaußenlager für seine Produktion. Ein namhaftes internationales Unternehmen auf der Messe wird der israelische Elbit Systems Konzern sein. Elbit wirbt mitunter damit, dass ihre Waffensysteme kriegserprobt seien. Erprobt beispielsweise im Rahmen des selbst von der Mehrheit der UNO-Staaten als Völkermord bezeichneten Krieges in Gaza. Dies ist nur eine kleine Auswahl der Verkommenheit, welcher die Stadt Nürnberg auf der Messe Räume zu Verfügung stellt und mit offenen Armen willkommen heißt.
Welche Rolle spielt dabei die Stadt Nürnberg?
Die Stadt Nürnberg stellt gemeinsam mit dem Land Bayern als Mehrheitseigner der Nürnberg Messe GmbH die Infrastruktur der Enforce Tac und profitiert über die Mieteinnahmen mit an den kriegerischen Auswirkungen der imperialistischen Verhältnisse. Sie begrüßt ihr Stattfinden ausdrücklich mit der Begründung, dies sei eine große Chance für den Wirtschaftsstandort Nürnberg. Schirmherr ist Friedrich Merz, ehemaliges Vorstandsmitglied von Blackrock, das wiederum heute Mehrheitsanteilseigner des Unternehmens Rheinmetall ist. Daneben präsentieren sich seit Jahren der bayrische Ministerpräsident Söder, wie auch der bayrische Innenminister Herrmann als prominente Förderer der Kriegsmesse.
Keine Kriegsmesse in Nürnberg!
Wir wollen deshalb mit euch allen gemeinsam gegen ein zentrales Element der Kriegsvorbereitung und Kriegspolitik der BRD – gegen den Waffenhandel – aktiv werden. Wir wollen weder Wehrpflicht – also Kriegsdienst, noch Normalisierung von Krieg. Wir fordern: Enforce Tac schließen! Ungehorsam Jetzt! Zusammen kämpfen gegen Waffenhandel, Aufrüstung und Krieg! Kommt zur Demonstration gegen die Waffenmesse am 21.02.2026 um 14 Uhr Gostenhofer Hauptstraße/Plärrer!
Aufrüstung, Waffenhandel und Kriegsvorbereitung – Warum das Ganze?
Im Gegensatz zum Rest der Welt stoßen die Möglichkeiten in den westlichen Staaten, immer mehr Profite zu machen, seit Jahren an ihre Grenzen. Daraus resultierend, verschärft sich die Konkurrenz unter den Machtblöcken zunehmend. Die BRD formuliert nach wie vor einen Führungsanspruch in diesem internationalem Hauen und Stechen. Deshalb möchte die BRD kriegstüchtig werden, um vorerst im Bündnis mit der EU und den NATO-Staaten ihre Rolle als führender imperialistischer Staat, angesichts internationaler Konkurrenz zu verteidigen und auszubauen. Neben Sanktionen, Zöllen und staatlicher Subventionierung der eigenen Konzerne, steigt die Bereitschaft von Staaten wie Deutschland an der Spitze der EU, den USA oder Russland, ihre Wirtschaftsinteressen in größerem Maßstab mittels Militär, Krieg, Boykotte, Wirtschaftsblockaden, Drohungen und nicht zuletzt der Verschleppung von Präsidenten, durchzusetzen, rasant. Die potentielle Gefahr eines erneuten Weltkrieges schreckt die Kriegstreiber dabei nicht. Die BRD versucht durch ihr Aufrüstungs- und Militarisierungsprogramm die größte Landstreitkraft Europas zu bilden, um zukünftig die eigenen Kapitalinteressen noch unabhängiger militärisch durchsetzen zu können und darüber ganz konkret die Krise der heimischen Industrie durch den Ausbau profitabler Rüstungsproduktion zu lösen. Damit etabliert sie letzten Endes eine Kriegswirtschaft. Dazu werden neben den Milliarden von Euro umfassenden Staatsaufträgen an nationale Rüstungskonzerne wie Rheinmetall auch Beziehungen zu internationalen Rüstungskonzernen benötigt, um deren Technologie nutzen zu können. Um all das strategisch auf- und auszubauen braucht es Plattformen wie sie die Enforce Tac bietet. Neben der zur Koordinierung und Abstimmung der NATO-Staaten stattfindenden Sicherheitskonferenz in München, übernimmt dabei die Enforce Tac Waffen- und Kriegsmesse in Nürnberg die wichtige Aufgabe, die Aufrüstung der Bundeswehr, von NATO Partnern, sowie den interessengeleiteten Waffenhandel in Krisen- und Kriegsgebiete zu organisieren, zu koordinieren und voranzutreiben.
Eine Initiative der organisierten autonomie
Es rufen auf: ADHK (Konföderation für demokratische Rechte in Europa), AGIF Nbg., Alınteri Stuttgart, Anarchistische Gruppe – Auf der Suche, Antifaschistisches Aktionsbündnis Nbg., Antifa-Aktionskneipe (AAK), Arbeitskreis erneuerbare Gesellschaft, ATIF (Konföderation der Arbeiter aus der Türkei in Deutschland), Attac Nbg., Demokratisches kurdisches Gesellschaftszentrum Stuttgart, Die Linke Nürnberg Stadt und Land, DKP Nbg., Ende Gelände Nbg., Freie Deutsche Jugend (FDJ), Frauenkollektiv Stuttgart, Initiative Gesundheit statt Profit, Initiative solidarische ArbeiterInnen, Interventionistische Linke Nbg., Kampagne »Enforce Tac absagen«, Kommunistischer Aufbau Süd, Linke Liste, Migrantifa Nbg., MLPD Nbg., OA Nbg., OA Schwäbisch Gmünd, OA Stuttgart, Pension Ost, Projekt 31, Prolos, Rebell Nbg., Revolutionäre Zukunft Nbg., Revolutionäre Zukunft Schwäbisch Gmünd, Revolutionäre Zukunft Stuttgart, Rote Jugend Mittelfranken, SDAJ Nbg., SDAJ Stuttgart, SDS Stuttgart, Stadtteilclub Reclaim Gostenhof, Wut und Trotz
Ungehorsam jetzt! Eine Kampagne stellt sich vor.
Die neue Bundesregierung hält, was sie versprochen hat: Rechte Politik und Milliarden für Krieg – während sie uns im Alltag den Boden unter den Füßen wegzieht. Sie führt damit den Kurs der vergangenen Regierung nur konsequenter weiter und setzt unter anderem den großangelegten Angriff auf unsere Lebensverhältnisse fort. Dem wollen wir unseren gemeinsamen Widerstand entgegensetzen. Die Kampagne „Ungehorsam jetzt“ führt die Kämpfe gegen diese Angriffe – soziale Kämpfe, Antimilitarismus und Antifaschismus – zusammen.
