„Deutschland muss kriegstüchtig werden“ – so heißt es von Regierungsseite. Als Begründung dient die Zuspitzung der internationalen Lage: die Blockkonfrontation zwischen den USA und China sowie der russische Angriff auf die Ukraine.
Doch zur militärischen Aufrüstung gehört mehr als Waffen und Zahlen. Mitten in einer tiefen Krise sorgt eine Propagandamaschinerie mit Bundeswehrwerbung und „moralischer“ Vorbereitung auf Kriegszeiten dafür, dass die Bevölkerung an den Gedanken von Krieg gewöhnt werden soll. Gleichzeitig soll sie bereit sein, den „Gürtel enger zu schnallen“ und für die deutschen Kriegsinteressen auf das ein oder andere zu verzichten.
So verwundern auch die ausgerufenen Militärbudgets für die nächsten Jahre kaum: Denn für den Krieg sollen ab 2029 um die 5% des Bruttoinlandprodukts bereitgestellt werden – das bedeutet konkret 170–200 Milliarden Euro jährlich, fast 40 % des gesamten Bundeshaushalts. Während also für Panzer und Raketen Milliarden fließen, die Leid und Elend bringen werden, wird bei Rente, Bildung und Gesundheit gekürzt, Preise steigen und Reallöhne stagnieren oder gehen zurück.
Und wofür? Um Kriege zu führen, die viele Menschen den Tod bringen und noch mehr Menschen ins Elend stürzen. Das ist der Preis der Kriegstüchtigkeit.
Wir wollen in der Diskussionsrunde näher hinschauen und mit euch diskutieren: Was hat es auf sich mit der Kriegsgefahr und wer hat denn eigentlich was von diesen Kriegen? Was sind die Hintergründe der anlaufenden Kriegsmaschinerie und was bedeuten 175 oder 200 Milliarden eigentlich konkret? Wer profitiert von diesen Summen – und wer trägt die Last? Und wie hängt all das mit Kriegspropaganda zusammen – und warum zahlen am Ende immer wir statt der Reichen?
Darüber wollen wir reden: kritisch, solidarisch und ohne vorgefertigte Antworten. Wir laden alle ein, ihre Sichtweisen einzubringen und gemeinsam zu diskutieren.
Komm vorbei, bring deine Fragen und Argumente mit – wir reden drüber!
Dienstag, 21. Oktober, 19 Uhr
Stadtteilzentrum Gasparitsch
Rotenbergstr. 125, 70190 Stuttgart
stuttgart.organisierte-autonomie.org | @oa.stuttgart