Postkarten zum 1. Mai 2026

Postkarten zum 1. Mai 2026

15. April 2026 Aus Von oa

Zum 1. Mai 2026 haben wir eine Postkartenserie veröffentlicht, die die Angriffe auf unsere Lebens- und Arbeitsbedingungen sichtbar macht und ihnen kollektive Antworten entgegensetzt. Die Motive greifen konkrete Situationen auf und übersetzen sie in praktische Ansatzpunkte für gemeinsamen Widerstand.

Ihr könnt sie auch in gedruckter Form im Stadtteilzentrum Gasparitsch holen, behalten & verteilen.


Wenn sie uns mit Entlassung und Arbeitslosigkeit drohen, bestreiken wir ihre Betriebe.

Massenentlassungen bei VW, Bosch und Co. zeigen erneut, wer in diesem System die Folgen der Krise tragen soll. Doch wir sind nicht das Problem – wir sind das Fundament. Wir tragen ihre Krise nicht – denn ohne uns läuft nichts. Sie brauchen uns. Wir sie nicht.
Darum streiken wir: Für gute Arbeit zu unseren Bedingungen und eine solidarische Zukunft, in der niemand Angst vor dem Verlust seiner Existenz haben muss.

Dafür und für vieles mehr gehen wir am 1. Mai auf die Straße.

Revolutionäre 1. Mai Demo · 13 Uhr · Kronprinzplatz
Straßenfest · ab 14 Uhr · Gasparitsch
Stadtteildemo · 17 Uhr · Start am Gasparitsch


Wenn sie uns zur Wehrpflicht zwingen wollen, entziehen wir uns kollektiv.

Denn wenn Politiker*innen die Jugend als Kanonenfutter für kapitalistische und imperialistische Interessen opfern, heißt es für uns: Wehr dich statt Wehrpflicht!

Wir – die Jugend – verteidigen die Interessen unserer Klasse, statt Kanonenfutter fürs Kapital zu werden!

Dafür und für vieles mehr gehen wir am 1. Mai auf die Straße.

Revolutionäre 1. Mai Demo · 13 Uhr · Kronprinzplatz
Straßenfest · ab 14 Uhr · Gasparitsch
Stadtteildemo · 17 Uhr · Start am Gasparitsch


Wenn sie Häuser leerstehen lassen, während wir keine Wohnungen finden, besetzen wir sie.

Mieten steigen, Wohnungen stehen leer. Wir pendeln stundenlang, weil wir uns die Stadt nicht mehr leisten können. Immobilienkonzerne zocken mit unserem Zuhause und kassieren Rekordgewinne, während Familien verdrängt werden und obdachlose Menschen auf der Straße schlafen.
Unser Zuhause ist kein Spekulationsobjekt, sondern ein Grundbedürfnis. Wir lassen uns nicht länger aus unseren Vierteln drängen. Wir organisieren uns, verweigern kollektiv die Miete und besetzen leerstehende Häuser.

Dafür und für vieles mehr gehen wir am 1. Mai auf die Straße.

Revolutionäre 1. Mai Demo · 13 Uhr · Kronprinzplatz
Straßenfest · ab 14 Uhr · Gasparitsch
Stadtteildemo · 17 Uhr · Start am Gasparitsch


Wenn Gewerkschaften Lohnzurückhaltung predigen, kämpfen wir für höhere Löhne.

Die Gewerkschaften fordern Lohnzurückhaltung, damit Unternehmen ihre Profite retten können. Wir Lohnabhängigen sollen ihre Krise mit stagnierenden Löhnen, längeren Arbeitszeiten und Sozialabbau bezahlen. Stattdessen brauchen wir echten Widerstand: im Betrieb, in der Nachbarschaft und auf der Straße. Für höhere Löhne und bessere Lebensbedingungen müssen wir selbst kämpfen – sonst tut es niemand.

Dafür und für vieles mehr gehen wir am 1. Mai auf die Straße.

Revolutionäre 1. Mai Demo · 13 Uhr · Kronprinzplatz
Straßenfest · ab 14 Uhr · Gasparitsch
Stadtteildemo · 17 Uhr · Start am Gasparitsch


Wenn sie uns höhere Kitagebühren aufbrummen, leisten wir Widerstand.

Obwohl Erzieher*innen immer weniger Lohn bekommen, steigen die Kitagebühren.
Um das zu stemmen, müssen Eltern immer mehr Lohnarbeit leisten. Gleichzeitig sehen sie ihre Kinder immer weniger. Und wenn dann doch alles zu viel wird, sind es meist Frauen, die die Folgen mit unbezahlter Carearbeit auffangen müssen. Wir kämpfen für ein gutes Leben für Alle, in dem Carearbeit kollektiviert statt kapitalisiert ist.

Dafür und für vieles mehr gehen wir am 1. Mai auf die Straße.

Revolutionäre 1. Mai Demo · 13 Uhr · Kronprinzplatz
Straßenfest · ab 14 Uhr · Gasparitsch
Stadtteildemo · 17 Uhr · Start am Gasparitsch


Wenn Immobilienkonzeme versuchen, ihre Profite ins Unermessliche zu steigern, verweigern wir die Zahlungen.

Mieten steigen, Wohnraum wird zum Luxus. Während Konzerne ihre Profite maximieren, wird Wohnen für uns zur Existenzfrage. Das zeigt: Unsere Bedürfnisse sind weniger wert als ihre Profite – und unsere Stadt wird immer weiter auf Profit ausgerichtet. Doch das ist kein Naturgesetz: Diese Verhältnisse sind gemacht – und können verändert werden.

Gemeinsam organisieren wir uns gegen steigende Mieten und Verdrängung. Denn wir haben die Macht, ihnen ihre Grundlage zu nehmen – wenn wir die Zahlungen verweigern.

Dafür und für vieles mehr gehen wir am 1. Mai auf die Straße.

Revolutionäre 1. Mai Demo · 13 Uhr · Kronprinzplatz
Straßenfest · ab 14 Uhr · Gasparitsch
Stadtteildemo · 17 Uhr · Start am Gasparitsch